Austherapiert - was tun?Ende Dezember 2011 Ein neuer Patient Ende 30, in tiefer Resignation: "Ich bin völlig am Ende. Die Metastasen haben sich trotz Chemo in den letzten Wochen verdoppelt." Meine Frage: "Was wünschen Sie sich?" Patient: "Ich habe alles erreicht, was ich mir gewünscht habe." Meine Antwort: "Das glaube ich nicht. Dann würden Sie gesund sein. Es muss da noch etwas geben, das Sie für sich nicht ernst nehmen. Welche Kindheitsträume hatten Sie?" Patient: Keine. Meine Kindheit war schwer für mich. Ich habe bis 9 Jhr. nur Krieg und Panzer erlebt. Meine Frage: "Was für Wunschträume gab es sonst in Ihrem Leben?" Patient: "Amerika, Niagarafälle, New York. Aber ich habe Flugangst, deswegen kann ich das nur im Computer anschauen." Meine Antwort: "Dann behandeln wir als erstes die Flugangst." Patient: "Die Flugangst ist mir vollkommen unwichtig. Ich bin Realist. Die Metastasen sind Realität. Ich konnte sie selber auf den Bildern sehen. Nächstes Weihnachten erlebe ich nicht mehr." Meine Frage: "Es gibt mehrere Realitäten. An keiner Krankheit sterben alle Leute. Es gibt immer einige die gesund werden, auch in diesem Stadium. Auf was für eine Realität konzentrieren Sie sich? Was machen denn diese Leute anders? Sowas macht mich neugierig. Das ist meine Realität, die ich immer wieder aufs Neue erlebe." Ich nenne ihm einige Beispiele. Was denkt Ihr, liebe Besucher dazu?
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