Dieser Weg begann mit einer medizinischen Laborlehre in Ingelheim. Schnell
merkte ich, dass die englische Sprache für meinen weiteren
Weg unverzichtbar war. Ich ging einige Monate nach
England und arbeitete dort neben meinen Sprachstudien in einem
Krankenhaus. Die Heilpraktikerausbildung machte ich anschließend in
München. Mit diesem Rüstzeug ging ich auf die Suche nach dem, was wirklich
heilt. In Amerika besuchte ich die Hopi-Indianer, von denen ich
viel gelesen hatte und die Navajos.
Betroffen, von der aussichtslosen Situation der Hopis, kam ich zurück nach Europa. Ich
wollte weitersuchen, nach etwas, das auch heute funktioniert. Ich beschloß in China
die chinesische Medizin zu lernen und China
und Tibet zu Fuß zu durchqueren. Ich wusste, dass alle Turk-Völker
in Asien türkisch sprechen und verbrachte vorher noch 7 Monate mit
Sprachstudien in der Türkei. Den Weg nach Peking legte ich mit der
transsibirischen Eisenbahn zurück und plante den Rüchweg zu Fuß zu machen.
Für den medizinischen Normalverbraucher ist China das Land der Akupunktur. Die habe ich auch
gelernt. In China selbst ist die traditionelle chinesische Medizin mit ihren Rezepturen
aus Pflanzen, Tieren und Steinen noch sehr viel angesehener als
die Akupunktur. Nach Peking studierte ich
traditionelle Pharmazie in Taiwan. Zurück in China machte ich mich zu
Fuß auf den Heimweg, um das was ich
gelernt hatte im wirklichen Leben selbst zu erproben. Ich war Monate unterwegs über Kunming nach Tibet, schaffte
es aber nicht ganz bis
Lhasa, mit meinem Visum und musste deswegen die
Wanderung abbrechen.
Lichtblitze der Erkenntnis
In jedem Dorf wurde ich als Heilerin empfangen,
umringt von Kranken. Ich war ohne Heilmittel unterrwegs und angewiesen auf das was
ich in der Umgebung des Ortes an Heilmitteln finden konnte. Die erste Zeit
war ich sehr unsicher. Ich hatte so viel und so genau gelernt, was was können
muss. Bis mich eines Tages eine Frau auf Knien bat Ihr zu helfen. Sie war seit
drei Jahren krank und völlig am Ende. Kurzerhand entschied ich mich, genau das zu finden,
was sie heilt. Wir machten uns gemeinsam auf die Suche. Ich sammelte
einige wenige Dinge, denen ich aus meinem tiefsten Herzen den Auftrag gab, diese
Frau zu heilen. Daraus bereiteten wir ihre
Medizin. Sie fühlte sich sofort besser. Die akuten Symptome verschwanden
innerhalb von zwei Tagen. Danach verließ ich den Ort und wanderte weiter. Nach 10
Jahren perrmanenten Lernens war ich um eine kostbare Erkenntnis
reicher.
Nicht unser
Wissen macht uns weise und gesund. Es
ist unsere innere Bestimmung die uns heilt.
Von Kunming folgte ich dem Flußlauf des Mekong, auf dem
Weg nach Tibet.